Zur Light + Building 2026 hat Artemide seinen Frankfurter Showroom neu eröffnet. Das italienische Leuchtenunternehmen ist innerhalb des Gebäudes an der Baseler Straße in größere Räume umgezogen. Der neue Flagship-Store zeigt dort Entwürfe, die seit jeher in Zusammenarbeit mit internationalen Architekturbüros entstehen. Neben Entwürfen von Carlotta de Bevilacqua, Präsidentin und CEO von Artemide, umfasst das Portfolio zahlreiche Leuchten und Lichtsysteme von Büros wie BIG – Bjarke Ingels Group, Foster + Partners und Herzog & de Meuron.
Die Innenarchitektur des Showrooms wurde zurückhaltend gestaltet. Klare Linien, große Fensterflächen und eine offene Struktur lassen den Leuchten den Vortritt. Für Carlotta de Bevilacqua steht dabei die Wirkung des Lichts im Zentrum: „Eine Leuchte ohne Licht ist nur ein Objekt“, sagt sie. „Erst wenn wir mit Licht spielen, entsteht Atmosphäre.“
Technologie im Lichtdesign
Die Neuheiten zeigen die für Artemide typische Verbindung aus technologischer Forschung, Gestaltung und handwerklicher Ausführung. De Bevilacqua beschreibt diesen Ansatz programmatisch: „Reduce to innovate.“ Weniger Komponenten sollen mehr Leistung ermöglichen – technisch wie gestalterisch. Das zeigt sich etwa im von ihr entwickelten Lichtsystem Somnium: Linse und Blendschutz sind als ein Bauteil ausgebildet, die Geometrie steuert das Licht und ermöglicht eine hocheffiziente Lichtemission.
Gleichzeitig versteht Artemide die Leuchte als Teil des Raums. „Licht beeinflusst unsere Wahrnehmung, unsere Emotionen und unsere Beziehung zum Raum“, so de Bevilacqua. „Ein Beispiel dafür ist die von BIG – Bjarke Ingels Group - für ein Hotel in Finnland entworfene Leuchte Arctic. Sie reflektiert Eigenlicht, Umgebung und Tageslicht und tritt – auch ausgeschaltet – mit der Architektur und dem Raum in einen Dialog.“
Licht aus architektonischer Perspektive
Ein großer Teil der Kollektion entsteht in Zusammenarbeit mit Architekturbüros, darunter BIG – Bjarke Ingels Group. Für Jakob Lange, Leiter von BIG Ideas, ist der Übergang von Architektur zu Licht folgerichtig: „Ein Raum ohne Licht ist kein Raum. Erst durch natürliches oder künstliches Licht wird Architektur erfahrbar.“ Architekt*innen würden Leuchten oft anders denken als Produktdesigner*innen. „Wir beginnen meist beim Raum“, erklärt Lange. „Die Leuchte entsteht dann als Element, das diesen Raum wahrnehmbar macht.“
Zu den aktuellen Entwürfen gehört Iperbole, deren Form und innere Linse eine präzise Lichtlenkung ermöglichen. Der Leuchtenkörper besteht aus dünnem Aluminium und wirkt in der Kombination mehrerer Elemente leicht und nahezu schwebend.
Mit Dusk verfolgt BIG einen anderen Ansatz: Die Leuchte erzeugt einen Farbverlauf aus Licht nach oben und unten – inspiriert vom zirkadianen Lichtverlauf, der unsere innere Uhr bestimmt und unser Wohlbefinden nachhaltig beeinflusst. „Wenn man nach draußen schaut, sieht man nie nur eine Farbe“, sagt Jakob Lange. „Der Himmel ist immer ein Gradient – genau das wollten wir ins Lichtdesign übertragen.“
Mit dem neuen Showroom erweitert Artemide seine Präsenz in Frankfurt – und bleibt bei einem Thema, das das Unternehmen seit Jahrzehnten begleitet: Licht als Schnittstelle von Technologie, Architektur und Atmosphäre.
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